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Tierparks

Wild- und Wanderpark Silz 2016

SilzWie bereits vor drei Jahren in meinem damaligen Bericht über den Wild- und Wanderpark Silz an der südlichen Pfälzer Weinstraße, nahe der französischen Grenze, haben wir uns in diesem Frühjahr noch einmal aufgemacht, um den  Wildpark zu besuchen und um uns endlich einmal eine Wolfsfütterung anzusehen. Beim letzten mal hatten wir diese ja eben eines leckeren Mittagessen verpasst, besser gesagt, wir wußten es nicht besser und sind nach einer stundenlangen Bus und Bahnfahrt

Zoo Karlsruhe - ExoHaus

Mit 21 Millionen Euro, ist das neue ExotenHaus im Karlsruher Zoo das bisher größte  und teuerste Bauprojekt des Zoologischen Gartens. Pünktlich zum 150 Geburtstag des Zoos und zum Einstig des neuen Zoodirektors Dr Matthias Reinschmidt, öffnet das lang ersehnte Exotenhaus die Pforten. Das 1955 erbaute und vom damaligen OB Günther Klotz eingeweihte Tullabad, befindet sich seit 1991 unter Denkmalschutz, als größere Renovierungsarbeiten zwingend waren, wurde das Bad offiziell 2006 geschlossen

Naturparks

Günter Klotz Anlage-KA-Grüne Oase!

Geht man in Karlsruhe Südlich des ZKM (Zentrum für Kultur und Medien), vorbei an den Hochhausmonoliten von Schulen, Büros und Krankenhausgebäuden in Richtung Süden über die Gleise der Straßenbahn, so landet man in der wundervoll grünen "Günter Klotz Anlage". benannt nach dem Ehemaligen Bürgermeister der Stadt, der von 1952 bis 1970 Karlsruhe teilweise kaputt sanierte und für seine Großbauprojekte berüchtigt war (Beispiel Teile des ehemaligen "Dörfels", das Blockos weichen mußte).

Pamina Abstecher

Pamina

Die Region "Pamina" grenzt ein Gebiet ein, das sich von Leimersheim bis Rheinmünster, links und rechts am Rheinufer erstreckt. Hier gibt es verschiedene Rundwege, die Grenzübergreifend zwischen Baden und Elsass verlaufen, darunter viele Radstecken und Wanderwege, bei solch einer Etappe haben wir mal reingeschnuppert und verschiedene Stationen besucht. Zuerst fuhren wir mit dem Auto Richtung Elchesheim (Elixe), das liegt etwa drei Kilometer von uns entfernt, Richtung Rhein.

SilzWie bereits vor drei Jahren in meinem damaligen Bericht über den Wild- und Wanderpark Silz an der südlichen Pfälzer Weinstraße, nahe der französischen Grenze, haben wir uns in diesem Frühjahr noch einmal aufgemacht, um den  Wildpark zu besuchen und um uns endlich einmal eine Wolfsfütterung anzusehen. Beim letzten mal hatten wir diese ja eben eines leckeren Mittagessen verpasst, besser gesagt, wir wußten es nicht besser und sind nach einer stundenlangen Bus und Bahnfahrt

erst einmal etwas essen gegangen. In dieser Zeit dinierten auch die Wölfe, was wir natürlich nicht wussten, sonst hätten wir uns gleich auf den Weg gemacht. So ging es dieses Mal nach kurzer, erfrischender Autofahrt, direkt zuerst einmal am Restaurant vorbei hinauf zu den Wolfsgehegen.

Ausflug am 11. April 2016

In disem Jahr wussten wir Bescheid, denn ab Ende März bis Ende September, geht es jeden Morgen erst einmal zu den Wölfen, um denen bei der Fütterung zuzusehen. Wir hatten Glück: das Wetter war herrlich, die Osterferien waren überall schon vorbei und wir hatten uns einen Montag ausgesucht, so das wir den Hochstand fast für uns hatten, ausser fünf Leuten und einer Ziege, war da oben niemand und man hatte Platz, alles zu begehen.

Man merkte schon eine viertel Stunde vorher, dass die Wölfe so langsam nervös wurden, einige rannten nach vorn zum Hochsitz, wo anscheinend das Futter ausgeladen wird, 35-50kg Fleisch sollte es sein in großen blocken für vierzehn Europäische Wölfe, pro Wolf, 2,5-3kg Fleisch, was aus Hase, altem Rotwild und sonstigem anfällt. Das ganze Gelände ist gesichert wie Fort Knox oder gar bei der Fütterung kommt man sich fast vor wie bei Jurassic Park.

Der Alpha-Rüde holt sich mit seiner Wölfin oder seinem Sekundanten die besten Stücke, wenn die Brocken rechts neben dem Hochsitz über den Zaun geworfen werden. Früher wurde das wohl teilweise vom Hochsitz aus gemacht, doch inzwischen kämpft man sich nicht mehr mit den Fleischmassen durch die Zuschauer. Wenn der Alpha mit seinem Gefolge speist, wird sich um die anderen Stücke gestritten.

Das ist ein großes Gerangel und Gebrumme, am Ende hofft der Schwächste sich noch ein paar Reste vom Boden zu ergattern, der Arme. Das Fleisch wird in Rekordzeit niedergemacht und wohl zwischen den Bäumen an einem abgelegenen Platz wird das schnell Verschlungene wieder hervor gewürgt und in Ruhe verzehrt.

Die Fütterung ist schneller vorbei als mir lieb ist und als die Wölfe satt sind. Danach liegen sie nur träge zwischen die Bäume. Vereinzelt kommt ein Wolf nach vorn und sucht noch Reste und als wir vom Hochsitz klettern um von unten Bilder zu  machen, sind sie ganz verschwunden. Hier haben wir wieder die Bestätigung, dass der Europäische Wolf ein sehr scheues Tier ist. Vielleicht hätte ich ein Schnitzel mitbringen sollen - das wirkt zumindest bei meinem Kater.

Nach langem zureden, lasse ich mich loseisen und wir gehen zum Gehege gegenüber, wo die Polarfüchse beherbergt sind. Vielleicht erinnert ihr euch an die grau-schwarz-braunen-Füchschen, die jetzt fast noch ganz weiß sind - außer ein paar grauen Strähnen am Kopf, richtige liebenswerte Füchschen mit bernsteinfarbenen Augen, die wohl ihr Frühstück schon hinter sich hatten.

Also ging es weiter, an den Ziegen, Hühnern, Mufflons, Bisons und Pferden vorbei, den Waldweg hoch in Richtung Wildschwein-Gehege, vorbei an den Uhus, die in einer schattigen Ecke ihrer Sonnen beleuchteten Voliere hockten. Leider gelang uns das Anlocken der Wildschweine nicht mit Futtergeraschel, was wohl bei Ziegen optimal, oder fast zu gut klappt. Damit haben wir bei den Wildsäuen so gar keine Chance und sehen nur einzelne weit entfernt ein Matschbad nehmen, ihnen sei's vergönnt bei diesem schönen Wetter, da möchte man am liebsten dazu steigen. Doch Gott sei Dank werden wir nicht so sehr von Fliegen geplagt wie die armen Schweine. Ich zähle  drei erwachsene Wildschweine.

So gehen wir weiter den Hügel hinauf und da steht weit hinten am Weg schon der erste Aufpasser. Wären wir jetzt nicht hier im Park gewesen, hätten wir es nicht geglaubt, doch dieses mal wussten wir schon: hier weidet, ohne Zäune oder Begrenzungen das Damwild. Auch als wir näher kommen und gerade mal drei Meter vor dem Hirsch stehen, bewegt sich keiner. Wir werden zwar beäugt, von mehreren Augenpaaren, die hier auf der Wiese verstreut stehen und wir schauen genauso interessiert zurück und als wir zum Spielplatz mit den Tischen und Bänken für die Brotzeit vorbei kommen, entdecken wir bettelnde Rehe (Leute! Das Wild nicht füttern! Die Futterdosen sind nur für Ziegen, Hühner, Pferde und Schweine. Mitgebrachte Nahrungsmittel können zu Krankheiten oder gar Tod führen - also nix für Damwild).

Hier haben wir beim letzten Mal den kurzen Weg genommen und sind von hier aus einmal um den Platz für das Damwild gelaufen und wieder zurück zum Ausgangspunkt. Dieser Weg hat durchaus seine Reize; vor allem hat mir die Moor-Waldlandschaft gefallen, wo sich zwischen den Bäumen immer wieder Rehe blicken liessen.

Diesmal ging es durch das Tor mit der Aufschrift "Wildfreie Zone", nach dem es einen Schlängelweg rund um den Hügel gab - mit einer Stippvisite beim Rotwild vorbei. Rechts, unterhalb des Weges befindet sich eine Hütte, die mit dem ganzen Aussenbereich für das Rotwild reserviert ist. Wir sehen die ganze Herde dort liegen. Da sie nicht so zutraulich sind wie das Damwild, werden wir uns nicht weiter nähern können, als bis zu den Sitzgelegenheit oberhalb - mit Blick über das ganze Gelände.

Beim weitergehen kommen wir an dicken Wollschafen vorbei, die so aussehen, als ständen sie kurz vor der Schur. Danach geht es wieder durch ein Tor und wir sehen schon den Eingangsbereich des Park, mit Spielplatz und Restaurant. Aber bevor wir dort verweilen wird erst einmal mit der Futterdose geklappert und man ist alsbald umringt von vielen treuen Fans (treu, so lange der Vorrat reicht).

Für Kinder gibt es einen großen Spielplatz und die Möglichkeit vor allem die Ziegen mit dem gekauften Futter (Packung 1.-€) zu füttern, ausserdem gibt es extra Kinderprojekte mit Wildtierschule, die man auf der Webseite einsehen kann.

Auch beim zweiten Besuch sind wir nicht enttäuscht worden. Natürlich ist es immer besser sich einen Tag auszusuchen, an dem nicht Gott und die Welt nach Silz pilgert. Übervölkert verliert der Park wohl etwas von seinem Charme und der Ruhe, die man darin erwartet.

Ach ja - und noch etwas, der Park ist als Wanderpark ausgezeichnet, also sind die Wege nicht alle geteert oder gepflastert. Man erreicht zwar die unteren Gehege, doch es wird Schwierigkeiten geben, einen Rollstuhl den steilen Holperweg zu den Wölfen, den Polarfüchsen, den Wildschweinen, dem Damwild und den Rotwild, zu bringen.

 

Wild- und Wanderpark

Südliche Weinstraße GmbH
76857 Silz
Telefon 06346/5588 · Fax 989403
eMail: info@wildpark-silz.de · www.wildpark-silz.de
 
 
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